Sanieren beginnt mit der Schadensursache – nicht mit dem Austausch
Bei historischen Holzkonstruktionen liegt der sichtbare Schaden nicht immer dort, wo seine Ursache entstanden ist. Lang anhaltende Feuchte kann beispielsweise an Schwellen, Anschlüssen, unter dichten Bekleidungen oder an Übergängen zwischen Holz und Gefach zu Schäden führen. Frühere Reparaturen können den Aufbau zusätzlich verändert haben.
Deshalb sollte vor einer größeren Instandsetzung geklärt werden, welche Bauteile tatsächlich geschädigt sind, ob das Tragverhalten betroffen ist und wodurch die Belastung entstanden ist. Erst danach lässt sich entscheiden, ob ein Bauteil erhalten, lokal ergänzt, abschnittsweise ersetzt oder weiter untersucht werden sollte.
Typische Prüfbereiche
Besonders aufmerksam betrachtet werden häufig Schwellen und Sockelzonen, Ständer- und Rähmanschlüsse, Eckbereiche, Holzverbindungen, Gefache, Fensteranschlüsse sowie Bereiche mit wiederkehrender Schlagregen- oder Spritzwasserbelastung.